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Bildungsakademie Friedrichshafen

Mit Modis die Diagnose erlernen.

Mettmann, 21.08.07

Kontinuierliche Qualifizierung gehört im Kfz-Gewerbe zum beruflichen Selbstverständnis. Darüber hinaus bedingt die beschleunigte technische Entwicklung der Fahrzeuge eine ständige Aktualisierung der beruflichen Handlungskompetenz. Und diese sichert in direkter Linie den persönlichen Erfolg Kfz-Mechatronikers und damit auch und den unternehmerischen Erfolg.


Die Bildungsakademie Friedrichshafen wurde 1990 eingeweiht. Sie sichert die überbetriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung des Handwerks in der Region Bodensee-Oberschwaben. Für Erwin Adamczak, Leiter der Bildungsakademie Friedrichshafen, sind die Lehrgänge zur Erhaltung und Stärkung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks in der Region sehr wichtig. Die neue Ausbildungsverordnung im Kfz-Gewerbe trägt leider nicht uneingeschränkt dazu bei, da wichtige Ausbildungsinhalte ersatzlos gestrichen wurden. Dies führt dazu, dass sogar gut ausgebildete Gesellen, die von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden können, nicht mehr problemlos anderweitig unterkommen.

Ausbildungsleiter Siegfried Senft ist von Beginn an in der Akademie beschäftigt. Er schult durchschnittlich mehr als 130 Azubis an 44 Wochen im Jahr. Für den „alten Hasen“ und sein Lehrteam ist der Praxisbezug bei den jungen Azubis sehr wichtig. Wenn immer möglich, werden in den praktischen Einheiten neben den diversen hauseigenen Schulungsfahrzeugen und Funktionsmotoren auch schon einmal die Fahrzeuge der Auszubildenden eingesetzt, was für deren Motivation sehr zuträglich ist. Das hat nach seinen Worten schon zu großen Überraschungen und erstaunten Gesichtern geführt. Rund 54 Prozent der Teilnehmer kommen aus Vertragswerkstätten, die restlichen werden in freien Werkstätten ausgebildet.
Siegfried Senft hat für die Kfz-Mechatroniker in den Vertragswerkstätten einen sehr prägnanten Begriff kreiiert. „Meistens handelt es sich um testerorientierte Ersatzteilwechsler, im Gegensatz zu den Mechanikern in der freien Werkstatt.“ Dies hat auch mit dem veränderten Berufsbild zu tun. „Wer kann heute noch einen Hauptbremszylinder oder Generator zerlegen und instandsetzen?“ Heute wird er komplett ausgetauscht, also brauchen die Auszubildenden auch nicht mehr die genauen Details der Reparatur kennen lernen.

In der modernen Werkstatt wird die geführte Fehlersuche immer wichtiger. In den Lehrgängen werden mit Hilfe einfach und logisch aufgebauter Tester verschiedene Diagnosen durchgeführt. Für Siegfried Senft ist die Interpretation der Fehler wichtig. Für ihn ist die Diagnose immer nur eine Hilfestellung für den selbstdenkenden Kfz-Mechatroniker.
In den Lehrgängen arbeitet der erfahrene Praktiker überwiegend mit Testgeräten von Sun aus dem Haus Snap-on Diagnostics. Allein vom Handheld-Tester Modis hat die Berufsakademie vier Geräte im Einsatz. Auf die Vorzüge des Gerätes angesprochen, kommt er sofort ins Schwärmen. „Erst einmal lässt sich das Modis rütteln und schütteln und auf den Boden werfen, alles bleibt bombenfest. Das ist eine Grundvoraussetzung für den Werkstatteinsatz. Darüber hinaus ist die Bedienung einfach und erschließt sich auch Auszubildenden aus Vertragswerkstätten.“

Weiterhin hält das Modis trotz seiner Größe verschiedene Diagnosetools bereit. Zahlreiche Komponenten-Tests zeigen die Vielfältigkeit des Gerätes. Sobald ein Fahrzeug identifiziert ist, kann ein Komponenten-Test gewählt werden. Ermittelte Datensätze können automatisch gescrollt werden. Mit dem Cursor lassen sich Amplituden-, Frequenz- und Zeitmessungen von angehaltenen Signalkurven aufnehmen. Mit dem Datenfilm lassen sich die ermittelten Daten aufnehmen.

Der Ausbildungsleiter schätzt auch die Oszilloskop-Funktion des Modis. Am Bodensee gibt es während des Lehrgangs verschiedene Aufgabenstellungen, die mit Hilfe des Scops gelöst werden müssen. So werden Sleepmodusphasen erläutert oder der Strom-Spannungsverlauf bei Glühkerzen untersucht. Eine andere Aufgabe befasst sich mit der Generator Oberwelligkeit. All diese Probleme lassen sich mit Hilfe des Modis und der eingebauten Skop-Funktion spielend lösen.

Allein diese Aufzählung zeigt, dass das Modis in der überbetrieblichen Ausbildung der Berufsakademie einen hohen Stellenwert hat. Nicht zuletzt ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Modis für Werkstätten besonders attraktiv.

 

Foto 1: Die Berufsakademie Friedrichshafen, noch vor kurzem BTZ genannt, ist für die überbetriebliche Ausbildung unter anderem des Kfz-Gewerbes in der Region Bodensee-Oberschwaben verantwortlich.

Foto 2: Allein vier Modis kommen in der Übungswerkstatt der Berufsakademie zum Einsatz.

Foto 3: Erwin Adamczak, Leiter der Berufsakademie Friedrichshafen und der Ausbildungsleiter Siegfried Senft.

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